Nun bin ich bereits seit Wochen im Internet unterwegs und recherchiere über Kunstblogs, über die, die es bereits gibt, die es gab und darüber wie ihre tatsächliche Qualität ist. Es gibt scheinbar unendlich viele, jedoch nicht unendlich viele GUTE. Das haben bereits die besten unter den Kunstblogs festgestellt. Aber auch die Besten unter ihnen scheinen letztendlich nur eine gewisse Haltbarkeit zu haben. Oft ist derzeit der Satz „auf unbestimmte Zeit eingestellt“ zu lesen. Selbst wenn dieser höflich gemeinte Hinweis einmal nicht vorhanden ist, erkennt man als User/Leser schnell an Hand des Beitragsdatums, wie lange der Blog schon schläft. Fraglich ist dabei, ob es sich um einen Dornröschenschlaf handelt und auf den Prinzen gewartet wird, der ihn wach küssen soll. Oder, ob der Blog ganz seine irdische Tätigkeit eingestellt hat und sich nun mit in die Reihe des Vergänglichen eingliedert.
Ich recherchiere über diese Blogs, um mich zu informieren, um aus gut Gemachten und auch weniger Gutgemachtem zu lernen und das eigene Projekt voran zu treiben. Dabei seine Jungfräulichkeit abzulegen. Vielleicht noch ein bisschen pubertär störrisch zu bleiben, um sich schlussendlich „grown up“ zu zeigen. Ohne dem Wissen, wie lang seine eigene Halbwertszeit ist.